Samstag, 2. April 2022

Privileged - Class of Royals (Rezension)

 Hier kommt ihr zum Buch:)


Klappentext:

Junge britische Royals, Luxus, Intrigen – willkommen an der Winston Prep Academy

Nora Randolph kann mit dem Rampenlicht so gar nichts anfangen – doch als sich ihre Mutter in den britischen Thronerben verliebt, bleibt ihr keine andere Wahl und ihre Familie zieht kurzerhand von Pennsylvania nach London. Dort ist sie plötzlich Teil der britischen High-Society und muss ihr letztes High-School-Jahr an der berühmt-berüchtigten Winston Preparatory Academy absolvieren. Und während Nora versucht ihren Platz zwischen Schuluniformen, Ruderwettbewerben und luxuriösen Bällen zu finden, ist da auch noch Asher Frederick, ihr überheblicher aber sehr attraktiver Mitschüler, der nach seinen ganz eigenen Regeln spielt ...

Meine Meinung:

Mochtest Du die Serie "Young Royals" dann gefällt dir vielleicht dieses Buch?

Fandest du die Serie (mit Ausnahme der Beziehung der zwei Protas) schrecklich so wie ich? Dann lass die Finger weg von diesem Buch!

Wäre das Buch nur aus der Sicht von Nora geschrieben. wäre es vielleicht ganz in Ordnung gewesen, aber die Kapitels aus Ashers Sicht waren mir von Anfang an zuwider. Erziehung und Familiengeschichte hin und her, Plot hin und her, Charakterentwicklung hin und her. Mir wurde schlecht beim Lesen seiner Kapitel. Die Sache, dass er nur an S*x denkt, wäre okay, aber diese sexistische, machtergreifende Art war einfach nur schrecklich. Und dass er von Nora immer wieder als "Bad Boy" und seine "Bad Boy" Seite beschrieben wurde, hat mich aufgeregt, weil er war ein machtgieriger Sexist. Ergänzend dazu war klar, dass es im Laufe des Buches eine krasse Charakterentwicklung geben wird, die ich nicht nachvollziehen kann.

Auch Noras Charakter war wenig ausgebaut bzw. ihre Charaktereigenschaften haben teilweise nicht zu Ihrem Verhalten gepasst. Auch die Beziehungen haben gefehlt oder es wurde gehetzt. Zudem kam im Allgemeinen, dass viel übersprungen wurde - ich hatte das Gefühl ganze Kapitel fehlen. Der Höhepunkt der Geschichte war nicht wirklich ein Höhepunkt und alles sehr vorhersehbar. 

Auch der royale und High Society Kontext wurde schlecht umgesetzt, mit Logikfehlern und unrealistischen Aspekten.

Der Schreibstil selbst war nicht schlecht, mal abgesehen, davon, dass ich selbst sehr clean bin, was meinen Wortschatz angeht. Aber bei schlechten Charakteren und Plot hilft ein guter Schreibstil dann auch wenig.

Für mich eins der schlechtesten Bücher, die ich seit langem gelesen habe, das mich maßlos enttäuscht hat. Und definitiv kein Young Adult Buch, auch wenn es in einer Schule spielt.

Fazit:

Ein Buch mit einem Protagonisten von dessen Charakter mir schlecht wurde und einer schwachen Story.

Danke an LYX (Bastei Lübbe) für das Rezensionsexemplar. Die Rezension spiegelt meine tatsächliche Meinung des Buches wieder.

Donnerstag, 24. März 2022

Das Geheimnis der weißen Insel - Rezension

Hier kommt ihr zum Buch:)

Klappentext:

Ein altes Notizbuch, eine Reise nach Kreta und das Geheimnis der weißen Insel

Matti ist nach dem Tod ihres Großvaters am Boden zerstört. Lediglich ein kleines Kästchen hat er ihr hinterlassen. Die junge Frau versucht, die Bedeutung hinter dem Nachlass zu entschlüsseln, und findet ein altes Notizbuch - darin merkwürdige Schriftzeichen und Fotos. Die Hinweise führen Matti nach Kreta, wo ihr Großvater aufwuchs. Einige Inselbewohner tuscheln, er habe ein schreckliches Verbrechen begangen. Doch kann das sein? In einer kleinen Tauchschule trifft Matti auf Anestis und versucht mit dessen Hilfe, das Geheimnis um ihren Großvater aufzudecken. Gemeinsam tauchen sie ab - in gefährliche Gewässer und widersprüchliche Gefühle ...


Meine Meinung:

Allem voran: Ich hab jetzt unglaublich viel Lust wieder nach Kreta zu reisen.

Der Roman spielt auf der griechischen Insel Kreta und vor allem die Ortsbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Insbesondere bei den Tauchgängen, die in diesem Buch eine wichtige Rolle spielen. Das bereitet einem richtig Fernweh und macht Lust selbst mal zu tauchen. Und es hat mich an meinen Kreta-Urlaub zurück erinnern lassen, an den ich sehr viele schöne Erinnerungen habe.

Der Klappentext zeigt schon auf, dass es zwar ein Liebesroman ist, jedoch auch ein paar Krimi-Elemente enthält. Ich fand diesen Mix sehr schön, denn es hat der Geschichte des "Urlaubsflirts" Spannung verliehen, aber ihr nicht die Leichtigkeit zu sehr genommen, so dass es immer noch eine schöne Urlaubslektüre ist.

Die Geschichte ist dementsprechend auch in zwei Erzählperspektiven gegliedert. Aus Mattis Perspektive in der Ich-Person erlebt man die aktuellen Geschehnisse und aus der Sicht ihres Opas (3. Person) die "Backstory" in den 1960er. Durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven hat das einen schönen Kontrast zwischen diese zwei Handlungsstränge gegeben, die miteinander verknüpft sind und an manchen Stellen Parallelen aufweisen. Inhalt und Stil haben hier sehr schön zusammen gepasst.

Die Charakteren haben mir an sich sehr gut gefallen, vor allem auch die Nebencharaktere Greta und Pascal. Ebenso die Beziehung zwischen Matti und Ihrer Großmutter hat sich sehr schön entwickelt. Die Charaktere selbst haben jedoch nicht viel Tiefe, was mich aber in diesem Fall nicht stört. Ich erwarte das von einer leichte Sommer-/Urlaubslektüre auch gar nicht bzw. möchte das oft auch gar nicht.

Fazit:

Ein leichter, süßer Sommerroman mit ein paar kleinen Krimi-Elementen, der das Fernweh weckt.

Danke an be-eBooks (Bastei Lübbe) für das Rezensionsexemplar. Die Rezension spiegelt meine tatsächliche Meinung des Buches wieder.

Samstag, 26. Februar 2022

Only us - (Rezension)

 Hier kommt ihr zum eBook und hier zum Buch, das am 29.04.2022 erscheint :)

Klappentext:

Er war immer mein Fels in der Brandung – aber jetzt schlagen die Wellen auf einmal über uns zusammen.

Noah McCormick und ich waren immer nur gute Freunde. Obwohl er schon mit 16 ziemlich süß war und mittlerweile ein unglaublich heißer Sheriff ist, war er immer nur mein großer Beschützer, dem ich blind vertrauen konnte. Das wollte ich nie aufs Spiel setzen.

Bis ich ins Bad geplatzt bin, als er gerade aus der Dusche kam – splitterfasernackt und einfach nur zum anbeten. In dem Moment wollte ich nichts weiter, als alle meine guten Vorsätze über Bord werfen.

Ich hätte wegschauen sollen, mich entschuldigen sollen. Oder zumindest hätte ich ihm ein Handtuch geben können. Aber ich konnte einfach nicht. Und nach all den Jahren, in denen wir nur befreundet waren, können wir auf einmal die Finger nicht mehr voneinander lassen.

Er hat klargemacht, dass er keine Beziehung will. Und das ist absolut in Ordnung für mich, denn in weniger als einer Woche reise ich wieder ab – zurück in mein richtiges Leben.

Es ist alles nur eine lockere Affäre. Und mehr will ich auch gar nicht … oder?

Meine Meinung:

Eine klassische Friends-to-Lover Story. Man bekommt, was man erwartet. 

Ich liebe das Kleinstadt und Farm-Setting in Büchern, so auch hier. Ich hätte mir zwar noch etwas mehr Szenen auf der Farm gewünscht, aber trotzdem war es sehr schön. Und ich muss jetzt unbedingt die anderen Bände lesen, weil ich gerne nochmal auf die Cloverleigh-Farm möchte.

Noah war süß, hat mir aber manchmal etwas zu viel an Sex gedacht. Aber Renzo, Noahs Hund, hat ganz viele Pluspunkt für ihn gesammelt und auch seine Beziehung zu seinem Bruder hat das schlechte wieder wettgemacht. Meg war auch super sympathisch und vor allem ihr Verhältnis zu ihren Schwestern fand ich sehr schön. Ich mag die Familien- und Heimatverbundenheit auch in Büchern sehr.

Die Storyline war nichts überraschendes, aber sie war leicht und schön zu lesen. Die ein oder andere Stelle war nicht ganz so meins, aber im großen und ganzen hat es mir gut gefallen.

Fazit:

Eine süße Friends-to-Lover Geschichte mit Kleinstadt und Farm Flair, die leicht und schnell zu lesen ist.

Danke an be-eBooks (Bastei Lübbe) für das Rezensionsexemplar. Die Rezension spiegelt meine tatsächliche Meinung des Buches wieder.

Freitag, 28. Januar 2022

Together we fall - Rezension

Hier kommt ihr zum Buch:)

Klappentext:

Kunststudentin Valerie kann es nicht fassen: Ihre Abschlussarbeit wird von Graham Harper, DEM Shootingstar der New Yorker Kunstszene, zerrissen. Er war ihr großes Vorbild – doch jetzt empfindet Valerie nur noch Abscheu und möchte ihn zur Rede stellen. Als sie dann aber vor ihm steht, ist ihre Wut verflogen. Sie blickt in seine Augen, die so viel Schmerz verraten, und kann sich seiner düsteren Aura nicht entziehen. Was verbirgt sich hinter der harten Fassade des Künstlers mit den verstörenden Bildern? Als Valerie Stück für Stück zu Graham durchdringt, ist es für sie längst zu spät, sich von ihm und seiner Vergangenheit abzuwenden.


Meine Meinung:

Im Buch fehlt eine Triggerwarnung, die in diesem Fall dringend nötig ist. Deswegen hier eine von mir erstellte Triggerwarnung, falls ihr nicht gespoilert werden wollt, dann über springt den folgenden Absatz:

Das Buch beinhaltet Aspekte folgender Thematiken Drogen- und Alkoholsucht, Depression, Suizid und Suizidgedanken,  häusliche Gewalt, Tod und Homophobie.

Für unter 300 Seiten beinhaltet das Buch zu viele ernste Thematiken. Dadurch kann es kaum einem der Themen gerecht werden. Die Themen sind alle miteinander verflochten, aber trotzdem hätte man zwei drei Sachen rausnehmen sollen. Wenn es um schwierige Themen geht, deren Darstellung in den Medien sowohl hemmend als auch fördernd sein können, sollte diese im richtigen Maße behandelt werden. Das ist an manchen Stellen leider nicht gelungen.

Vom Schreibstil her hat es mir ganz gut gefallen, Adams Ausdruckweise an der ein oder anderen Stelle war nicht ganz so mein Fall, aber ich bin da auch sehr clean. Es war sehr flüssig zu Lesen, der Perspektivwechsel zwischen Adam und Valerie hat mir gut gefallen. Man hat dadurch etwas besser in die Gedanken beider Charaktere schauen können. Manchmal habe ich das Verhalten dann aber doch nicht so ganz verstanden.

Leider waren aber beide Charaktere sehr klischeebehaftet. Valerie, die naive junge Frau, die denkt den Bad Boy ändern zu können (ihr könnt euch bestimmt denken, wie es ausgeht) und Adam, der Bad Boy, der bereits viel durchgemacht hat, in seinen Problem ertrinkt und um seine Liebe da nicht mit hineinzuziehen, er lieber unausstehlich ist. Die Nebencharaktere haben mir aber sehr gut gefallen, von Willow über Piere bis zu Gwen (Ich weiß, dass Band 1 um Gwen geht, den habe ich aber nicht gelesen).

Was mir sehr gefallen hat war das Setting und der Rahmen der Kunstbranche. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir noch gewünscht, dass man als Lerser:in noch einen größeren Einblick in die Kunst (der Charaktere) erhält.


Fazit:

Ein typischer kurzer Roman in diesem Genre, der an der an manchen Stellen etwas dunkler ist und leider zu viele ernste Themen beinhaltet, denen er nicht gerecht werden konnte.

Danke an be-eBooks (Bastei Lübbe) für das Rezensionsexemplar. Die Rezension spiegelt meine tatsächliche Meinung des Buches wider.

Montag, 17. Januar 2022

The Love Hypothesis - Rezension

Hier könnt ihr das Buch (auf Englisch) kaufen.

Die Deutsch Ausgabe erscheint am 14.02.2022 und hier könnt ihr das Buch vorbestellen.


Meine Meinung:

Kurze Background Info zu mir: Ich studiere Medienkommunikation, aber hatte mich damals (vor fast 3 Jahren) auch für Studienplätze in den Biowissenschaften beworben, weil Mathe, Bio, und Physik immer meine Lieblingsfächer in der Schule waren und mich vor allem die Neurobiologie und Genetik schon immer fasziniert haben. Letzten Endes habe ich die Studienplätze in diesem Fachbereich abgelehnt, weil ich mich nicht in der akademischen Karriere gesehen habe, was aber das gewesen wäre, was ich gemacht hätte (Industrie kam für mich nicht in Frage in diesem Bereich).

Dieses Buch hat mir gezeigt, dass ich damals die richtige Entscheidung getroffen habe, so sehr mich diese Themen auch interessieren, es wäre nicht der richtige Weg für mich gewesen. Aber deswegen mochte ich das STEM (im deutschen MINT)-Academia Setting so gern. Ich hatte am Anfang Angst, dass der Fachjargon in einer Fremdsprache vielleicht etwas schwierig sein könnte und den Lesefluss stören, was aber nicht so war. Das allgemeine wissenschaftliche Jargon ist mir im Englischen besten geläufig, dafür sorgen die 1000 Paper, die ich im Studium gelesen habe, und durch mein Interesse an den Biowissenschaften waren nur vereinzelt ein paar Begriffe dabei, die ich nicht wusste. Und als kleiner Nerd hat mir der Schreibstil so gut gefallen. Die Liebe zu einem mithilfe des Fehler 1. und 2. Art zu erklären ist für mich einfach nur wunderbar und auch Sätze wie "How much do you hate this, on a scale from one to 'correlation equals causation'?" fand ich witzig und cool (da kommt die Statistik Tutorin aus mir raus). Auch die Sicht aus der 3. Person hat mich hier eher weniger gestört, als Liebhaberin der 1. Person.

Olive und Adam sind einerseits sehr gegensätzlich und doch haben sie vieles gemeinsam, was die Chemie zwischen den beiden nur verstärkt. Beide Charaktere sind auf ihre eigene Art sehr liebenswert, auch wenn Adam Mr Grumpy ist. Vor allem die Entwicklung der Beziehung und der Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Ohne das groß die Gefühle der einzelnen direkt beschrieben wurden, hat man gemerkt wie es sich entwickelt und konnte alles mitempfinden. An einigen Stellen war die Geschichte schon sehr vorhersehbar, aber dass hat mich nicht gestört, weil man oder zumindest ich gehe in so eine Geschichte mit dem Wissen, dass vieles klar ist vom Handlungsablauf und nur einzelne Aspekte neu bzw. unvorhersehbar sind. Auch ganz viel Liebe für die Nebencharaktere - vor allem für Holden. Ich habe viel gelacht, mich gefreut, mich verliebt, aber ich war auch wütend und traurig an manchen Stellen. Und als Studentin konnte ich so manche Aspekte vollkommen nachvollziehen z.B. dass Professoren selten antworten und wenn dann antworten sie auf die hoch formell geschriebene Mail  mit "Cheers, TB [Initialen] gesendet von meinem iPhone".

Zwei Dinge, die mir nicht ganz so gut gefallen haben:

1. An  zwei bis drei Stellen hatte ich das Gefühl, dass ein Absatz fehlt. Irgendwie war der Gedanke nicht zu Ende gedacht und es ist ohne Absatz direkt ins nächste übergegangen. Dachte echt ich habe eine Seite überblättert.

2. Ich bin jemand, der gerne viel über die Charaktere erfährt, auch tiefgehendes. Man erfährt zwar einen Teil der Hintergrundgeschichten, doch ich hätte mir mehr gewünscht. Für die Geschichte hat es vollkommen ausgereicht, ich hätte nur gern mehr erfahren.

Fazit:

Eine süße, nerdige Romance (Rom-Com) mit zwei liebenswerten Protas und ganz viel (Science)Humor, die ich jedem empfehlen kann, aber vor allem MINT-Nerds.