
Originaltitel: Hopeless
Autor: Colleen Hoover
Genre: Young/New-Adult
Seitenanzahl: 509 Seiten
Erscheinungsjahr: USA 2013, Deutschland 2014
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv)
Inhalt:
Sky
fühlt nichts, wenn sie einen Jungen sieht oder sogar küsst. Das hat
sie noch nie, bis sie im Supermarkt Dean Holder begegnet und sofort
entstehen bei ihr Schmetterlinge im Bauch. Aber Holder, wie er von
allen genannt wird, hält sie eine Freundin aus Kindheitstagen und
jagt Sky damit Angst ein. Nachdem sie von ihrer besten Freundin Six
erfährt, dass er angeblich im Gefängnis war und sein Ruf an der
Schule noch schlechter sei als ihrer, versucht sie auf Abstand zu
gehen, doch seine magische Anziehungskraft verhindert dies.
Nach
und nach lässt sie sich auf ihn ein und verliebt sich immer mehr in
ihn. Nachdem sich Holders Vermutungen als wahr erwiesen haben und
noch schrecklichere Erlebnisse ans Tageslicht kommen, ist er für sie
die größte Stütze.
Meine
Meinung:
Der
Titel ist zum Einen sehr treffend, da mit Hope nicht nur die
Hoffnung, sondern auch eine Person, die erst zum Ende des Buches
auftaucht, gemeint ist. Der Originaltitel "Hopeless" passt
aber doch besser, da Holder den Schriftzug "Hopeless" als
Tattoo hat und dadurch der Titel eine noch tiefgründigere Bedeutung
hat, denn es setzt sich aus den Namen „Hope“ und „Les“ (für
Leslie) zusammen.
Das Tattoo ist gewidmet "An die Menschen in
meinem Leben, für die ich in entscheidenden Momenten nicht da
gewesen bin" (Hope forever, Seite 169).
Ohne
den Prolog würde man erst recht nicht erwarten, dass etwas
Schreckliches passiert. Am Anfang des Buches wird man mit in eine
wunderbare Liebesgeschichte zweier junger Menschen hineingeführt.
Ergänzt durch kleine Hinwiese, die andeuten, dass etwas nicht
stimmt. Ab und zu gibt es Rückblicke in die Zeit vor 13 Jahren, so
wird dem Ganzen die Spannung genommen, deswegen hätte man auf die
Stellen verzichten sollen. Als es dann schon so gut wie auf der Hand
liegt, wird das Leben vor Skys Adoption aufgedeckt. Obwohl man vieles
schon erwartet hat, trifft einen der Schlag, denn es sind in der
Vergangenheit schreckliche Dinge mit Sky passiert und ihr Leben wurde
von Lügen geprägt.
Schön
ist auch die Zeit- und Datumsangabe bei jedem Kapitel, so weiß man
genau, wie viel Zeit vergangen ist. Dadurch hat man auch einen
genauen Überblick und findet sich gut zurecht. Da der Prolog nochmal
im letzten Drittel geschieht, weiß man, wie lange es ungefähr noch
dauert und kann es noch weniger aushalten bis man weiß, was
passiert.
Dass
Sky weder einen Fernseher, noch ein Handy oder sonstige
Unterhaltungselektronik hat, scheint am Anfang nur komisch, doch im
Laufe der Geschichte erfährt man auch den Grund dazu. Skys Mutter
Karen, welche behauptet, dass sie Sky mit fünf Jahren, nachdem sie
zwei Jahre bei einer Pflegefamilie gelebt hat, adoptiert hat, hat
ihre Tochter zuhause unterrichtet. Somit geht Sky zum ersten mal mit
17 auf eine Regelschule, dort hat sie bereits den Ruf als Schlampe
und das nicht nur wegen ihrer besten Freundin Six, die für ein
halbes Jahr nach Italien geht. Doch Sky hat von ihrer besten Freundin
heimlich ein Handy geschenkt bekommen und steht ihr somit gedanklich
bei. In der Schule lernt sie Breckin kennen, der ihr neuer bester
Freund wird und schwul ist. Die SMS, die sich die zwei besten
Freundinnen bzw. später auch Dean und Sky schicken, sind sehr lustig
und geben der Geschichte auch den passenden Humor.
Da
die Geschichte aus Skys Perspektive geschrieben ist, fühlt man
besonders viel mit. Denn Sky ist von all den Emotionen am meisten
betroffen und muss mit vielem klar kommen und einiges einstecken. Im
weiteren Band „Looking for Hope“ wird die Geschichte auch nochmal
aus Holders Sicht erzählt, was genauso wie Band eins sehr schön
ist.
Zum Schreibstil von Colleen Hoover muss ich ja nichts sagen ...

Mal
wieder eine Liebesgeschichte mit ein paar Problemen, aber am Ende
sind alle glücklich, das war mein erster Eindruck vom Buch. Doch als
ich es dann zu Ende gelesen hatte, war das Buch so vielschichtig, mit
ernsten Problemen und zwar keinen Beziehungsproblemen.
Fazit:
„Hope
forever“ ist viel mehr als nur eine Liebesgeschichte zwischen zwei
jungen Menschen, denn es geht auch um Ehrlichkeit, Geheimnisse und
Familie. Der Leser fühlt alle Emotionen, die die Protagonistin
empfindet, mit. Die Geschichte ist gut durchdacht und man wird selbst
zum denken angeregt, denn wir alle könnten Erinnerungen aus unserer
Vergangenheit verdrängt haben, die schlimme Ereignisse beinhalten.
Empfehlenswert für alle, die gerne Liebesgeschichten lesen und sich
im Young/New-Adult-Genre wohlfühlen.
Auch Band zwei, das Buch aus Deans Sicht, ist zwar nicht so überraschend, jedoch sehr gut.
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